Natur kennt keine Grenzen

Und ihr Schutz sollte auch keine Grenzen kennen. Meine Rede auf der Demo „1Europa für alle! am 19. Mai in Berlin:

Ach, Europa! Wann wirst du endlich die Klimakrise beantworten? Frankreich und acht weitere Staaten wollen die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2050 auf Null bringen. Angela Merkel findet das verbal irgendwie gut. Und verhindert es dann. Das ist typisch für ihre Klimapolitik!

Und übrigens: Es reicht nicht, bis 2050 klimaneutral sein zu wollen –, wenn es bedeutet das Atomkraftwerke weiterlaufen, wenn versucht wird, Kohlendioxid im Boden zu verpressen oder anderer Unsinn dieser Art damit gemeint ist. Die Emissionen müssen gesenkt werden. Denn die Klimakrise ist jetzt!

Ach, Europa! Es gibt gute Beispiele für den europäischen Umweltschutz: Wasser, Luft, Naturschutzgebiete – alle auf dem Papier mit starken Richtlinien geschützt. Aber die Bundesregierung missachtet unsere Gesundheit, weil ihr die Gewinne der Autokonzerne wichtiger sind. Die Zeit für eine beinharte Durchsetzung geltenden Umweltrechts ist jetzt!

Ach, Europa! 57,5 Milliarden Euro werden überwiegend für eine Agrarpolitik ausgegeben, die das Artensterben und das Höfesterben gleichermaßen eskalieren lässt. Bei den Vorschlägen für die neue Agrarpolitik ab 2020 folgt aus dieser Einsicht ganz genau – nichts!

Wir stehen hier, weil wir mit diesen Milliarden Besseres anzufangen wissen: viele gut bezahlte Arbeitsplätze auf dem Land für nachhaltig produzierte und gesunde Ernährung. Für Bienen, Kräuter und Vögel eine Heimat – und eine Zukunft für uns! Denn die Artenkrise ist jetzt!

Ach, Europa! Wir haben das Ende des fossilen Zeitalters zu bewältigen, wir müssen emissionsfreie Mobilität zustande bringen, wir müssen die strahlenden Altlasten und klaffenden Löcher einer jahrzehntelangen verfehlten Energiepolitik bewältigen. Und immer noch ist nicht wenigstens der Euratom-Vertrag gekündigt! Ausstieg und Rückbau in ganz Europa sind nötig. Denn Atommüll und Uralt-Atomkraftwerke gefiihrden uns jetzt!

Das nächste EU-Parlament und die nächste EUKommission müssen eine andere Politik machen. Wir brauchen Nachhaltigkeit statt Raubbau, Gerechtigkeit statt Gier und Demokratie statt Liebedienerei für die Konzerne!

Wir werden der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen nicht länger zusehen. Die Natur kennt keine Grenzen, und ihr Schutz darf auch keine Grenzen kennen. Wir sind Europa – und wir wollen eine andere Richtung. Eine Richtung mit Zukunft für Mensch und Natur!

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